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stückentwicklung mit jugendlichen aus düsseldorf rath
premiere am 20.04.12/ bühne und kostüm miriam chouaib/ choreographie andreas simon/ musik thorsten zum felde/ dramaturgie dorle trachternach/ assistenz vanessa zimmerer/ hospitanz nils tammen


„das hier ist nicht brooklyn. das hier ist düsseldorf. mein broadway ist der rather kreuzweg, meine hall of fame ist eine vollgetaggte industriebaracke in the middle of nowhere. und wenn du dir eine brechstange besorgst, um abends auf den bunker zu klettern, kannst du das arag-hochhaus in der untergehenden sonne sehen. die zeit der großen straßengangs, die ist vorbei. wir leben in den 2000ern mann! heute ist hier jeder gegen jeden. der feind wohnt nebenan. die freunde aber auch. wir heißen nicht mehr tony und maria. wir sind fischgesicht und terroristenschwester, und von uns gibt’s da draußen jede menge.“
12 jugendliche aus rath spielen ihre version der west side story: in claims geht es um die nächste generation. die großen brüder. um loyalität und selbstbehauptung. um das sich durchschlagen, allein oder gemeinsam, scheißegal wo.

Mehr zum Inhalt, Kurzdokumentationen und Pressestimmen auf der Seite des Düsseldorfer Schauspielhauses 

 

fotos: sebastian hoppe

 

 

presse

Mein Viertel, meine Freundin
“…im sinne des biographischen theaters geht es nicht um einen therapeutischen ansatz, sondern um 
persönliche anliegen und erfahrungen der akteure. ihre stärken zeigen die jugendlichen immer 
in der selbstdarstellung. dabei gelingen mehrfach sehr intensive und auch lustige und 
anrührende momente. die süße, der chief und der boxer mögen stereotypen sein – im jungen 
schauspielhaus werden sie an diesem spannenden abend zum leben erweckt…”

RP, 23.04.12 (PDF)

Verloren im Gang-Land
“…zwischen bretterbuden und einem campingwagen verläuft das leben. 
In dieser welt gibt es nur noch kleine gruppen, die untereinander einen fragilen halt finden, i
hre rivalitäten austragen und sich davonträumen. wenn sie sich mal austräumen wollen, 
gehen sie zu “onkel babba”, der in dem campingwagen wohnt und kein wort sagt. 
und als er endlich den mund öffnet, eskalieren die spannungen in einer erschreckend 
realistischen, aber großartig choreographierten schlacht. die kids bewegen sich gut, 
und sie singen auch gut. so überspielen die kids ihre düstere umgebung mit enthusiasmus 
und witz, wenn sie die eigene jugendsprache persiflieren, in der “übelst” durchaus als 
kompliment gemeint ist. die liebe die sie suchen, finden sie nicht, 
aber das ist auch schwer in diesem ödland….”

NRZ, 23.04.12 (PDF)

Geschichten aus dem Leben 
“… bei der premiere von “claims” handelt es sich um einen besonderen theaterabend. 
denn “claims” überschreitet grenzen, die das publikum für gewöhnlich vom dramaturgischen 
geschehen trennt. die kulisse ist vertrauten umgebungen nachempfunden, 
einem fußballplatz oder einer tanzfläche im club. und die handlung hat das leben im 
stadtteil selbst geschrieben. soziale beziehungen werden schritt für schritt entwirrt – 
nicht immer todernst oder gar selbstmitleidig, sondern stets mit einer großen 
portion humor und selbstironie…”

WZ, 23.04.12 (PDF)